Auswertung des Fragebogens an alle Katholiken der Pfarrei Grünthal
Es wurden 462 Fragebögen verteilt, davon sind 154 (64 mänl., 90 weibl.)zurückgekommen. Das heißt, es hat sich jeder 3. Katholik an dieser Umfrage beteiligt. Wenn man bedenkt das der Gottesdienstbesuch auch bei ca. 35% liegt, kann man sagen, das sich jeder praktizierender Katholik an dieser Umfrage beteiligt hat.
Auch die Altersgruppen sind sehr ausgewogen:
Bis 25 Jahre: 26 abgegebene Fragebögen (20 wbl. 6 ml.) = ca. 38%
Bis 45 Jahre: 45 .“ .“ (27 wbl. 18 ml.) = ca. 34%
Bis 65 Jahre: 30 .“ .“ (16 wbl. 14 ml.) = ca. 25%
Über 65 Jahre: 30 .“ .“ (19 wbl. 11 ml.) = ca. 37,5%
Ohne Angabe: 23 .“ .“ (8 wbl. 9 ml. Und 6 weiß man nicht)
Es wurden folgende Antworten angekreuzt:
1. Meine persönliche Einstellung zu Glauben und Kirche. Kreuzen sie bitte an , welche der Aussagen auf sie am ehesten zutrifft:
3 x (1w/2m) □ Ich glaube nicht an Gott und sehe die Kirche als verzichtbar
17 x (11w/6m) □ Ich glaube an Gott, kann aber mit der Kirche als Institution nichts anfangen
29 x (17w/12m)□ Ich glaube an Gott, bringe mich aber hier in der Pfarrei nicht ein
99 x (59w/40m)□ Ich fühle mich integriert und aufgenommen hier in der Pfarrei
2. Wie sehen sie das kirchliche Leben hier in der Pfarrei?
6 x (3/3) □ Ich weiß gar nicht, was hier alles angeboten wird, mich interessiert das nicht
0 x □ Ich weiß nicht was hier alles läuft, ich wünsche mir mehr Information
15 x (8/7) □ Ich weiß zwar, dass jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert wird, aber die Zeit ist
mir zu früh
49 x (24/25)□ Ich finde die Angebote in Ordnung, kann aber aus zeitl. Gründen nicht immer
teilnehmen
85 x (52/33)□ Ich finde das Angebot für unsere Pfarrei gut und ausreichend
7 x (6/1) □ Ich würde mir außer den Gottesdiensten noch mehr wünschen
hier wurden als Beispiele genannt: Fahrzeugweihe, Gespräche mit Pfarrer evtl. in Vereine, Jugendgottesdienste auch mit Pfarrer Giglberger
3. Woran liegt es ihrer Meinung nach, dass immer weniger junge Leute den Gottesdienst besuchen?
45 x (29/16) □ an den Gottesdienstzeiten
35 x (20/15) □ an der musikalischen Gestaltung
47 x (26/21) □ weil man als Kind/Jugendliche(r) oft allein in der Bank sitzt
35 x (22/13) □ weil das konkrete Leben nicht vorkommt, bzw. Lebensfragen nicht
beantwortet werden
64 x (45/19) □ weil die Kirche als zu altmodisch erlebt wird
23 x (10/13) □ Andere Dinge: ___vor allem das fehlende Vorbild im Elternhaus wird genannt _____
Hier wurden auch einige Verbesserungsvorschläge genannt:
- Eltern mehr in die Gottesdienstgestaltung miteinbeziehen- Familienweise in die Bänke gehen; bzw. alle mehr nach vorne gehen- die Predigten sollten mehr mit dem täglichen Leben und mit den heutigen Fragen der Jugend zu tun haben
4. Würden sie sich gerne mehr in unserer Pfarrei mit einbringen?
66 x (36/30) □ Nein, dazu habe ich keine Zeit
30 x (16/14) □ Nein, dazu habe ich keine Lust
11 x (3/8) □ Ja, das könnte ich mir grundstl. schon vorstellen
Es haben 11 Personen das Ja angekreuzt, ohne ihren Namen zu nennen.
Bitte melden sie sich bei uns (PGR-Vorsitzender Andreas Reiter oder im Pfarrbüro)
5. Glauben sie, dass … Ja Vielleicht Nein
- der Sonntagabend für sie eine Zeit ist, in der sie
gerne zum Gottesdienst kommen würden? □ 17 (8/9) □ 27 (16/11) □ 99 (56/43)
- ein Vorabendgottesdienst am Samstagabend mehr
Zuspruch bei den jungen Leuten finden würde? □ 54 (33/21) □ 51 (29/22) □ 42 (22/20)
- mit mehr Jugendgottesdienste mehr junge Leute
zur Kirche und zum Glauben finden? □ 46 (31/15) □ 58 (34/24) □ 36 (16/20)
- abwechselnde Gottesdienstzeiten mehr Zuspruch
finden würde? □ 13 (9/4) □ 40 (21/19) □ 82 (47/35)
- in den nächsten 50 Jahren die Zahl der aktiven Christen
auf ein Minimum zurückgehen wird? □ 59 (33/26) □ 50 (31/19) □ 24 (11/13)
6. Das hauptamtliche Personal (Pfarrer, Gemeindereferent u.a.) wird weniger. Wie können wir dem begegnen?
23 x (12w/11m) □ Es werden nur noch zwei Gottesdienste im Pfarrverband gefeiert, so dass
bei uns nur
noch alle 2 oder 3 Wochen ein Sonntagsgottesdienst ist.
104 x (65/39) □ Es werden Wortgottesdienste angeboten, so dass jeden Sonntag noch eine Kirche ist.
9 x (5/4) □ Bei uns braucht man in einigen Jahren gar keine Gottesdienste mehr, weil
kein Mensch mehr in die Kirche geht.
7. Woran liegt es, ihrer Meinung nach, dass der Glaube in unserer Gesellschaft immer mehr zurückgedrängt wird? (es können mehrere Dinge angekreuzt werden)
58 x (39/19) □ Weil die Kirche zu sehr an alten Traditionen festhält.
67 x (36/31) □ Weil der Stellenwert des Pfarrers heute nicht mehr das ist, was er früher war.
35 x (25/10) □ Weil es zu wenig Seelsorger gibt.
31 x (17/14) □ Weil wir zuviel anders Gläubige in unserem Land haben.
28 x (18/10) □ Weil die Bildung und die Erforschung der Welt den Glauben an Gott überflüssig machen.
84 x (47/37) □ Weil wir Christen den eigenen Glauben zu wenig ernst nehmen und zuwenig leben.
33 x (19/14) □ Weil wir zu gesellschaftlichen Fragen und Problemen kaum Stellung beziehen.
8. Was könnte man tun kann, damit sich alle Christen hier in unserer Pfarrei wohl fühlen und ihren Glauben leben können:
Hier wurde sehr viel Kritik, aber auch Lob ausgesprochen:
- Das Problem im Kirchenchor wurde oft angesprochen und auch einige Lösungen vorgeschlagen..
- Auch die Lieder im Gottesdienst waren ein Thema: Einige wünschen sich mehr modernere Lieder, die anderen wünschen, dass mehr alte, bekannte Lieder gesungen werden.
- Einige male wurde gewünscht, dass Pfarrer Aneder am Dienstagabend beim Gottesdienst oder bei Andachten vorne am Altar bleiben sollte.
- Vor allem von den Ältern Gottesdienstbesuchern wurde beklagt, dass man Pfarrer Giglberger so schlecht versteht, er solle doch besser ins Mikrofon sprechen
.- Im Winter ist es zu kalt in er Kirche (hauptsächlich von Frauen bemängelt)
- Die Kirche dauert zu lange (hauptsächlich von Männern bemängelt)
- Eine Lesung und das Evangelium würden reichen, mehr kann man nicht aufnehmen
- Es wurde öfters auf die Nacht- bzw. Morgengedanken, die auf den verschiedenen Radiosendern jeden Tag zu hören sind, hingewiesen und vorgeschlagen, solche Gedanken auch in die Gottesdienste mit aufzunehmen.
- Pfarrer Aneder sollte mehr auf junge Leute zugehen.
- Bei uns kann sich jeder wohl fühlen.
Der Pfarrgemeinderat bedankt sich bei allen, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben. Es ist leichter, die ein oder andere Entscheidung zu treffen, wenn man die Meinungen der Bevölkerung berücksichtigen kann. Wir werden jede Anregung ernst nehmen und nach Möglichkeiten suchen, diese auch in unserer Pfarrei zu verwirklichen.
Nochmal ein herzliches Vergelt´s Gott!

